Casa Legal - Wie oft ist in den letzten Jahren dieser Name gefallen! Berichte, Dias, Briefe, die hin und her gingen…
Und heute ist es wahr geworden: Außer Stefan und Fatima, denen dieses Haus ja schon lange vertraut ist, waren auf einmal auch Margarete und Christa mitten im Geschehen: Ein lebhaftes, buntes Treiben empfing uns, das von vielen kleinen, ganz reizenden Kindern ausging, die uns mit ihren großen, meist samtbraunen Augen erwartungsvoll anblickten.
Im Kleink
inderbereich durften wir in alle Altersgruppen zwischen 2 und 6 hinein schnuppern und uns über die motivierten Kinder in den überaus fröhlich angemalten Räumen freuen.
Wir konnten uns gar nicht sattsehen an diesen Kindern, die von ihren Betreuerinnen so liebevoll und engagiert angeleitet wurden. Sie zeigten uns voller Stolz ihre kleinen Kunstwerke aus Papier und Perlen.
Es wurde gepuzzelt, gesungen und getanzt, aber auch etwas über die Tier und Pflanzenwelt und das Zusammenleben gelernt.
Anschließend ging es in das eigentliche „Casa Legal“ den Bereich für die 6-16 jährigen. In der Sporthalle liefen gerade die Jugendlichen im Kreis, um sich für den Ballsport aufzuwärmen, in einem Saal konnten wir Kunsthandwerk bewundern, das von eifrigen Händen gebastelt wurde. Im Saal nebenan waren Jugendliche gerade dabei, ein selbst erstelltes Video über das Viertel zu analysieren. Aus dem Musikraum tönten uns Snare und Bassdrum entgegen. Zwei kleine Schlagzeuger bekamen gerade Einzelunterricht. 
Im Lehrerzimmer erfuhren wir in der Mittagpause von den Betreuern dann Manches über die Situation der Einrichtung: Z.B. dass man gar keine langfristigen Pläne machen könne, da die Gelder der Kommune und des Staates immer nur befristet zugesagt wird. Nur das Geld von den Patenschaften und Spenden aus Deutschland bringt etwas Kontinuität.
Nach einem leckeren Mittagessen ging es zu Christas Patenkind, das ganz in der Nähe zusammen mit Eltern und 8 Geschwistern (!) in einem ganz einfachen relativ kleinen Haus wohnt.
Joysineide stand schon erwartungsvoll neben zwei Geschwistern vor der Tür und strahlte ihre „Madrinha“ Christa an, umarmte sie und wollte sie gar nicht mehr loslassen.
Als sie dann eine Tasche mit bayrischen Motiven in der Hand hielt und die darin enthaltenen Geschenke ausgepackt hatte, leuchteten die Augen noch mehr – und der Stolz , eine so nette Patentante zu haben, war ihr deutlich anzuspüren.
Alles in allen ein sehr bewegender Besuch in diesem „tollen, bunten Haus“, der noch lange nachklingen wird und neue Perspektiven mit sich bringen wird.
Vielleicht schreibt Stefan noch ein wenig über den Nachmittag, der u.a. auch vom Wiedersehen mit seinen Patenkindern geprägt war
Um abraco
Margarete