20.01.2008

Link zu Brasilienbildern

Ja Hallo, da sich bisher fast nur der Benny zu Wort gemeldet hat, kommt jetzt auch mal kurz was von mir.
Ich habe seit wir in Brasilien sind, ein Online Fotoalbum angelegt und mittlerweile sind dort schon sehr viele Fotos von unseren bisherigen Reisen, vom Casa Legal und von unserem Leben hier online. Wer sich also neben den schriftlichen auch bildliche Impressionen (wenn wir schon beim Titel des Blogs bleiben) anschauen moechte, kann das gerne unter folgender Adresse machen. Im laufe der nachesten 2 Monate werden sicher noch weitere Bilder dazukommen, also einfach mal wieder vorbeischauen.

http://picasaweb.google.com/sebastian.ruppert

liebe Gruesse ausm Sommer, mais ou menos

16.01.2008

Neues vom Casa Legal Teil 2

Jetzt melde ich, Stefan Pickart, mich nochmal zu Wort bevor ich morgen wieder meine Heimreise antrete. Ich denke ich werde aber auch von Deutschland aus noch ein paar Berichte über das Erlebte hier schreiben; es war noch einiges Interessantes dabei:

Im Moment sitze ich gerade am Computer der Familie meiner Casa Legal-Patenkinder. Wie ja schon letztes mal beschrieben floriert das Schneidergeschäft, (Im Moment wird gerad unten zu dritt kräftig geschneidert) und da kann sich die Familie nun auch einen Computer und Internet leisten. Hoffen wir, dass noch mehrere Familien hier so aus dem Elend ein Stück hocharbeiten kann.

Heute nachmittag besuchte ich nochmal das Casa Legal, wie Benny und Sebastian beschrieben haben findet da ja gerade ein Fereinprogramm statt, ca. 40-50 Kinder waren dort. Heute gab es einen Wettbewerb mit gegenseitigen Pränsentationen. Die Kinder präsentierten in Grunde das, was sie sonst das Jahr über im Casa Legal lernen. So gab es während ich dort war Flötenstücke, Gesang, Tanzchoreographien...

Die erste positive Veränderung fiel mir aber schon auf bevor ich das Casa Legal erreichte: Wir musste nämlich an einer Strassenbaustelle vorbei. Das beduetet: In Nova Esperança kommt der Asphalt an! Und in einem Graben am Strassenrand entdeckten wir das Rohre verlegt wurden, es gibt also bald auch eine Kanalisation.

Auch um das Casa Legal selbst herum wurd und wird gebaut: Inzwischen ganz fertig ist das neue Haus indem das "Projekt zur Gemeindeentwicklung" stattfinden wird. Dort erhalten unter anderem Jugendliche Fortbildungen, die über das Casa Legal Alter hinausgewachsen sind. Und es sollen Projekte entstehen durch die Jugendliche Verdienstmöglichkeiten bekommen. Unter anderen ein Projket in dem Kekse und anderes Backwerk produziert wird.

Rosangela die neue Koordinatorin des Gesamt-Projektes begleitete mich um mir das Fertiggestellte Haus zu zeigen. Sie ist seit Oktober im Casa Legal. Ein grosser Vorteil gegenüber früheren Leiter/innen: Sie kommt direkt aus einem Nachbarwohnviertel von Nova Esperança. (Sie ging zum Beispiel auch anschliessend zu Fuss nach Hause). Das hat zwei Vorteile: Sie kann sich vor Ort viel besser um das Haus kümmern, weil sie nicht erst weit aus Vitória anreisen muss. Zweitens kennt sie die Porbleme der Kinder und Menschen dort aus eigener Erfahrung sehr gut. Dementsprechend ist sie mit grossen Enthusiasmus bei ihrer Arbeit. Sie selber sagte mir heute: "Eine solche Arbeit muss man mit den Herzen machen, sonst macht es keinen Sinn. Ich bin so froh, dass ich dass hier machen darf."

Zukünftig will sich Rosangela neben der Gesamt-Koordination vor allem, um das Gemeindeentwicklungsporjekt kümmern (mit älteren Jugendlichen, jungen Erwachsenen aber auch zu Beispiel den Eltern der Kinder die das Casa Legal besuchen.) Für das Kultur und Sportzentrum Casa Legal, das wir ja unterstützen soll wieder ein eigener Leiter eingestellt werden. Ebenso ein/e Direktor/in für den Kindergarten bzw. Tagestätten-Bereich.

Die Arbeit des Kultur und Sportzentrums wir bald in einem weiteren neuen Gebäude stattfinden: Einer grossen neuen Sporthalle mit weiteren Räumen, für die Kulturarbeit und zusätzlich einem Platz für Capoeira.

Im bisherigen Gebäude sind dann nur noch die 2-6 Jährigen-Kinder untergebracht, so stört man nich weniger gegenseitig - und die Kleinkinderarbeit soll noch ausgebaut werden. Die Kommune bezahlt ja nur für eine Halbtagsbetreuung. Man möchte aber in Zukunft auch vermehrt Ganztagesbetreuung anbieten, die über Spnsoren finanziert wird.

So ich denke für heute reicht es erstmal wieder - ich will ja die Blogger-Leser/innen nicht überstrapazieren! Auserdem selbt nicht den ganzen Abend vor dem Computer sitzen! Weitere news von mir dann also aus Deutschland! Und die Fotos zum heutigen Bericht gibt es dann ebenfalls von dort aus!

Um abraço

Stefan

11.01.2008

7-Tage-Woche ;o)


Nachdem wir ja dieses Wochenende ein Geschaeftsessen mit unseren Chefs hatten ging es Montag gleich weiter im Casa Legal...
Eine kurze Anmerkung moechten wir von unserer Seite dazu noch bringen. Ob nun mit Familie Burzlaff ( Fatima und Vilmar ) oder mit Stefan, es ist mehr als Vorbildhaft wie hier miteinander umgegangen wird.. Von Anfang an werden wir herzlich aufgenommen und es ist als wuerde man mit Freunden beisammen sein und der Gedanke, dass einer der dreien ja unser Chef ist, kommt nie auf... Dafuer herzlichen Dank von mais ou menos...
Da der Monat Januar ein Ferienmonat ist, gibt es im Casa Legal derzeit ausschliesslich Spiele.. Zwei Wochen lang. Und am Ende gewinnt eines der beiden Teams die am ersten Tag ermittelt wurden Preise...
Segunda wurden zwei Teams erstellt: laranja und equipe verde...
Der erste Spieletag fand in der Turnhalle statt, wo man Platz fuer Laufwettbewerbe fand.. Was uns Freiwilligen hier jedes mal wieder auffaellt, wie sportlich und motorisch fit die Kinder alle sind...
Terça: traf man sich in der Aula. Hier wurden die Sieger durch Luftballonspiele, Zahlenspiele, Tanzwettbewerbe und Witze erzaehlen ermittelt.. Bei dem Luftballonspiel beispielsweise werden zwei Fuenferteams gebildet, wo jeder der Teilnehmer einen Luftballon ans Bein gebunden kriegt.. Sobald die Kinder den Startschuss bekommen, gilt es die Luftballone des anderen Teams zu zertreten...
was den Kinder sichtlich spass machte und sie bei allen Spielen ein riesen Siegeswillen aufweisen..
Quarta sollten die Kinder ihr Koennen aus den jeweiligen Kursen beweisen... so stand es den Kindern frei ob sie nun eine Praesentation aus dem Capoeira-, Theatro-, Musik- oder Dançaunterricht zum besten gaben.. Wir freiwilligen sollten dann den Sieger ermitteln.. was nicht immer einfach war..
Quinta wurden den Kindern fragen ueber Fé e Alegria gestellt.. darunter auch Fragen nach den Vornamen von Herr und Frau Burzlaff, zwei Laender der Organisation....
Ausserdem sollten die Kinder noch Woerter buchstabieren, Leute aus der Nachbarschaft imitieren und und und....

Ende naechster Woche werden wir ueber den Ausgang der beiden Spielwochen berichten...

Bis dahin warme Gedanken, m&m

05.01.2008

"Dienstbesprechung"


Wie ja gestern schon angekündigt, traf ich heute unsere Freiwilligen hier: Sebastian und Benjamin, außerdem noch Johanna. Sei kommt über das Gustav-Adolf-Werk und war zunächst in einem Projekt in Südbrasilien, wo sich anscheinend niemand richtig um sie gekümmert hatte. Sie war begeistert wie viel besser das hier klappt!

Wir trafen uns in einem Club. Dazu muss man wissen, dass es in Brasilien eigentlich keine öffentlichen Freibäder oder ähnliches gibt (und das bei dieser Hitze! - aber hier gibt es ja wenigstens das Meer) Nun eine Gelegenheit mal in einem Swimmingpool zu schwimmen ist es Mitglied in einem Freizeitclub zu sein. Vilmar hatte diese Gelegenheit über einen Bekannten, der bei der Bank arbeitet. In diesem Club gibt es neben Swimmingpool und Wasserrutsche eine Sauna (in Wirklichkeit eher Dampfbad), Kegelbahnen, Billard, Trampolin und Plätze zum Grillen und Feiern, die man vorher bestellen muss. Und so hatten Vilmar und Fatima heute einen Grillplatz gemietet, damit zum einen wir uns mit den Freiwilligen treffen konnten, und zum anderen Juliana ihren morgigen Geburtstag schon vorfeiern konnte, da wir ja morgen fast den ganzen Tag im Auto sitzen werden.

Und so fand eben auch die oben angekündigte Dienstbesprechung der etwas anderen Art statt. Wir sprachen zum Beispiel darüber wie wir einen noch besseren Kontakt zwischen Paten und Patenkindern herstellen könnten. Benjamin und Sebastian werden versuchen dass die Kinder, bis zu ihrer Abreise Ende März für alle Paten kleine Briefe erstellen. Johanna wird dann ab März (zusammen mit Veronika die nächste Woche anreist) das Patenprojekt übernehmen.

Also das wär´s dann erstmal vor Bahia. Vielleicht schreiben Benjamin, Sebastian und Johanna auch noch etwas über den heutigen Tag.
Um abraço
Stefan

04.01.2008

Neues vom Casa Legal Teil 1





Gestern brach ich wie angekündigt in Richtung Cariacica bzw. Nova Esperança auf.
Vor dem Casa Legal stand erstmal ein Besuch bei meinen Casa Legal Patenkindern Tays und Richard und ihrer Mutter Valciana (meist nur Tiane genannt) an. Die Familie ist ja inzwischen aus Nova Esperança weggezogen. Unter anderem weil vor einem Jahr in ihr Haus eingebrochen wurde.
Durch die Schneiderei kann die Mutter bzw. Familie inzwischen ganz gut leben. Die Wohnung hat immerhin 3,5 wenn auch kleine Zimmer + eine Wohnküche und jeder hat nun sein eigenes Bett!
Und es gibt im Erdgeschoss (eigentlich in einer anderen Wohnung) Platz für die Schneiderwerkstatt.

Valciana sagte allerdings, dass sie zwar dort wohnen bleiben wolle, aber die Schneiderei bald wieder in Nova Esperança ausüben wolle. Auch damit ihre Kinder wieder das Casa Legal besuchen können. "Tays sitzt sonst viel zu viel vor dem Fernseher" klagte sie. Und tatsächlich hatte meine kleine Patentochter auch sichtlich etwas an Gewicht zugelegt.
Inzwischen abreitet auch Valdete bei Valciana - die frühere Köchin vom Casa Legal und so waren außer meinen Patenkindern auch noch 3 Valdete Kinder da unter anderem Débora und Isabella die auch Paten haben. Mit meinem mitgebrachten Spiel "4 gewinnt", Versteckspiel und ähnlichen verging dann der Vormittag wie im Fluge.

Am Nachmittag ging es dann ins Casa Legal. Dort sind allerdings in dieser Woche wegen Ferien und Feiertagen keine Kinder. Ab nächste Woche gibt es dann ein spezielles Ferienprogramm für alle am Nachmittag: Die Kinder werden in mehreren Gruppen eine Art zweiwöchigen Wettbewerb absolvieren. Jeder Tag steht unter einem anderem Thema. Unter anderen müssen sie z.B. einiges über die Stiftung Fé e Alegria und das Casa Legal herausfinden, dazu ein Lied dichten und malen...

Richtig los geht es im Casa Legal dann wieder erst nach Carneval. Und da sind einige stehen wieder mal einige Veränderungen (Verbesserungen) an. Doch dazu ein andermal mehr.

Im Casa Legal erwarteten mich unter anderem die beiden Zwillinge Thiarles und Thiago, die beiden, die das Casa Legal seit 2000 besuchten sind nun dort fest angestellt. Das ist auch die Politik von "Fe e Alegria" dort hauptsächlich Leute einzustellen, die auch von dort kommen. So bekommen immer mehr Leute aus dem Viertel eine bessere Chance und das Viertel verbessert sich insgesamt. Außerdem haben diese Menschen natürlich einen besonders guten Draht zu den Kindern.

Es waren auch noch 4 Kinder da, für die ich Briefe oder kleine Geschenke von Paten mitbekommen hatte und ich setzte mich mit ihnen hin und übersetzte ihnen die Briefe, die sie anschließend sichtlich stolz nach Hause trugen.

So das wär´s erstmal wieder - wenn es auch noch viel zum Casa Legal zu erzählen gibt, denn der Computer bei Burzlaffs steht in heißesten Ecke von Burzlaffs Wohnung (weit weg von jeglichem Fenster) und da halt ich es doch nicht allzu lange aus

Ich hoffe ich komme noch mal zum schreiben, denn morgen Nachmittag gibt es ein Grillfest (dort werde ich auch die Freiwilligen Benjamin und Sebastian treffen) und am Sonntag brechen wir (Familie Burzlaff und ich) zu einem 9 tägigen Ausflug nach Bahia auf.

Sonst muss ich halt in Deutschland weiter schreiben.

Um abraço
Stefan Pickart

02.01.2008

Silvester in Vitória Teil II

Also nun die versprochene Fortsetzung meines Berichtes über den Silvester-Abend:
Im Moment wird die Praia de Camburi - also der Hausstrand von Burzlaffs und Kiisters komplett umgestaltet, inklusive Strandpromenade und Strasse. Deshalb wurden das große Feuerwerk, dass die Stadt dort organisiert ganz am Ende des Strandes abgebrannt. Für alle Insider: fast dort wo Aline wohnt. Genau in diese Richtung gab es aber leider ein großes Gebäude vor der Dachterrasse von Kiisters, so war uns die Sicht auf dieses Feuerwerk verwehrt. Eigentlich wollten wir rechtzeitig vor Mitternacht in Richtung Hauptgeschehen aufbrechen, aber davon hielt uns eine kleine "Brincadera" (Spielerei) und das Essen ab.

Das Essen bestand - wie sollte es bei einem brasilianischen Fest anders sein - aus Churrasco, also Grillfleisch. Das heißt zunächst gab es "Tira Gostos" also kleine Appetithappen, z.B. Knoblauchbrot und kleine Fleischstückchen, später dann noch mehr Fleisch, Salat... und als Nachtisch Brigaderos, Pudding etc.

Nun zur Brincadera: Das war eine Version des hier beliebten Amigo X, bei uns als "Wichteln" bekannt: Jeder der mitmachen will, bringt ein eingepacktes Geschenk mit, alle zusammen werden auf einem Tisch in der Mitte platziert. Dann werden Nummern gezogen. Die Nummer 1 hat als erster freie Auswahl aus allen Geschenken und packt es aus. Allerdings können die folgenden mit allen vorigen über einen Geschenketausch verhandeln, was sich nach und nach zu einem recht lustigen Verhandeln entwickelte.

Nun das ganze zog sich bis kurz vor Mitternacht hin (das Fest begann auch erst um 10 Uhr) und so blieb also zunächst nur der Blick von der Terrasse aus. Von dort sah man vor allem ein Feuerwerk in Villa Velha und hörte das am nahen Strand. Obwohl in Brasilien die Menschen bei allen Möglichkeiten unter dem Jahr Feuerwerkskörper abbrennen: Bei Fußballspielen, beim Umbandakult... - an Silvester gibt es wohl hauptsächlich die offiziellen von der Stadt organisierten. Und so gab es das große in Villa Vellha auf das wir einen Ausblick hatten, das große nebenan, das wir leider nur hörten und hier und da noch kleinere.

Nun nach Mitternacht bekamen dann alle mit, dass ich etwas traurig war nicht mitten im Geschehen am Strand zu sein und eine Gruppe begann mit mir zu einem mindestens 20 minütigen Fußmarsch ans Ende des Strandes aufzubrechen. Und so kann ich (zusammen mit Erinnerungen von 1992/1993 und einem Fernsehbericht am nächsten Tag) doch noch einiges vom Silvestertreiben dort berichten:

Zunächst fällt auf, dass an Silvester fast alle zumindest ein Kleidungstück in Weiß anhaben. Weiß ist die Farbe für Frieden und Harmonie, der wichtigste Wunsch fürs neue Jahr. Dazu wird gerne entweder Rot getragen ( die Farbe für Liebe und Leidenschaft) oder Gelb (hier weiß ich leider die Bedeutung nicht)

Am 31.12. ist auch das Fest von der Meeresgöttin Iemanyá des von Afrika kommenden Candomblé oder Umbanda-Kultes (deren Farben sind übrigens Hellblau und Weiß) und an Silvester huldigen plötzlich viele diesem Kult (man denke zum Vergleich an unser Bleigießen!). Für Iemanyá werden Opfergaben dargebracht: Entweder man macht in Meeresnähe eine kleine Kule in den Sand mit vor allem Blumen und Düften ( Das habe ich schon am Nachmittag am Strand mit bekommen als ich mich wunderte warum es dermaßen stark nach Parfüm riecht.) . Oder man springt über 7 Wellen und wirft dann Blumen ins Meer. Am Strand gibt es auch Umbanda- bzw. Candomblé-Priester, die alle, die wollen fürs neue Jahr segnen.

Ansonsten zieht das offizielle Feuerwerk eine riesige Menschenmenge an. Zusätzlich gibt es noch eine große Bühne auf der die ganze Nacht Bands spielen und natürlich zahlreiche Stände mit Bebidas und Comidas.

Wir bekamen die Live-Show von der Lokalgröße "Manimal" geboten.

So ich denke das wär dann das wichtigste zu Silvester. Im nächsten Eintrag berichte ich dann von Neuigkeiten aus Nova Esperança und dem Casa Legal.
Denn dahin will ich morgen aufbrechen!

Vielen Dank übrigens für die netten Kommentare und E-Mails!

Stefan Pickart

01.01.2008

Silvester in Vitória Teil 1

Hallo,
nun liegt also der Silvesterabend hinter mir. Benny und Sebastian sind gerade in Rio de Janeiro, mal schauen was sie von dort erzählen. Ich berichte mal von meinen Erfahrungen in Vitória.

Zunächst war ich ja gestern, wie schon angedeutet, im Gottesdienst in der Partnergemeinde.
Der wurde nicht von João Paulo gehalten, der gerade Urlaub macht, sondern von Markus, dem Pfarrer aus Campo Grande/Cariacica also dem anderen Teil unserer Partnergemeinde.
Als ich reinkam, war ich erstmal erfreut, dass so viele bekannte Gesichter da waren (obwohl die Jugendlichen, die uns im Sommer besuchten im Moment alle unterwegs sind.

Aber Kiisters waren da, Gisela mit Mann, Maria und Decimar (Maria hat uns 2002 besucht), Gertraude...
Als zweites fiel mir auf, dass die Gemeinde inzwischen ein Beamer besitzt. Über diesen werden alle Texte zum Mitsprechen und alle Lieder an die Wand projiziert. Pastor Markus gestaltete einen recht schönen Gottesdienst, bei dem alle Teile des normalen Gottesdienstablaufes verwendet wurden um aufs vergangene Jahr zurückzublicken oder aufs neue Jahr vorauszuschauen. Alle wurden immer wieder aufgefordert ihre Beiträge beizusteuern.

Danach ging es zum feiern zu Nivaldos Familie. Die Kiisters wohnen inzwischen ganz in der Nähe von den Burzlaffs (also meine Gastfamilie). Zu ihrer Wohnung im 6 Stock gehört eine schöne Dachterrasse auf der die Feier hauptsächlich stattfand. Eigentlich hätte man von dort die ideale Sicht auf das Festgeschehen am Strand der 3 Minuten entfernt liegt. So hatten wir es auch schon vor einem halben Jahr in Deutschland geplant. Tja warum es dann doch anders kam, und wie das Fest was, erzähle ich in meinem nächsten Eintrag.
Liebe Grüsse an Euch und Sie alle - und vielen Dank an Natascha für ihren Kommentar!