wie ja in meinem letzten Post schon berichtet, haben Patrick und ich vor, die Kinder des Casa Legals in die grosse bunte Jonglierwelt einzu
fuhren und nun gibt es schon das erste, allerdings mehr weisse als bunte, feedback. Mittwoch und Donnerstag haben wir mit den Kindern versucht Jonglierballe herzustellen, jedoch noch auf sehr experimenteller Ebene.... dafur war es aber meine Meinung nach so unglaublich lustig, dass ich euch daran teilhaben lassen will.Unsere erste Idee bestand darin, Luftballons mit Mehl zu fullen, weil das so eine schon Konsistenz ergibt und die Balle einem nicht so leicht aus der Hand rutschen konnen. Allerdings klingt die Theorie viel leichter als die Praxis... Denn wie bekommt man mehr Mehl in einen Luftaballon als er im unaufgeblasenem Zustand gross ist?
??Aufblasen und gleichzeitig Mehl hineinfullen geht ja nicht, also irgendwie hinein stopfen. Zuerst versuchten wir es mit trichterartig geformten Papieren, was jedoch nur ein klaglicher Erfolg war, kaum mehr als einLoffelchen wollte in den Ballon hinein und wenn man mit etwas Druck nachhalf ist sofort das Papier gerissen oder eingedruckt worden. Es musste etwas stabieleres her, also schnitten wir dicke Pappe in Streifen, die wir dann zu kleinen Rohren bogen und in die Offnung des Luftballons quetschten, die damit auf ein erhebliches vielversprechendes Mass grosser wurde. Allerdings hatte auch das viele Luftballons zum Opfer...
Aber nun konnten wir mit allem was gerade zur Hand war, Stifte, Holtzklotze oder Loffel das Mehl halbwegs erfolgreich in den Luftballon stopfen.
Die Schwierigkeit bestand nun nur noch darin, nur so viel zu stopfen, dass der Luftballon heilbleibt, den Luftballon mit einer Hand auf der Pappe zu sichern, damit er nicht runterrutscht und das Mehl so hinein stopfen, dass auch wirklich ein Ball und keine Wurst oder sonst etwas entsteht....
Besonders fatal war es i
mmer wenn einem der kinder ein schon ordentlich grosser Ballon von der Pappe gerutsch ist, den das gab jedes Mal eine unglaubliche Staubexplosion, was dann zur Folge einen kaputten Luftballon, ein komplett weisses Kind und zwei bis drei mit weiss angehauchte Kinder hatte. Zum Gluck hat den Kindern dass aber nichts ausgemacht, sie fanden das stattdessen lustig und mehr als einmal wurden meine Portugiesischkenntnisse stark herausgefordert, eine Mehlschlacht, oder ein weisses Casa Legal zu verhindern.An diesem ersten Tag war unsere stolzes Resultat, 4 fertige Balle, ca. 8 komplett weisse Kinder, 35 kaputte Luftballons, Ich und mein Rucksack komplett weiss und ein schon geweisselter Platz vor der Bibliothek! Aber wir waren alle zufrieden und den Kindern hat es unglaublich Spass gemacht, nur ich glaube die Mutter haben sich nicht allzu sehr uber ihre weissen Kinder gefreut....
Der zweite Tag war dann schon sehr viel erfolgreicher, da wir ja schliesslich aus unseren Fehlern gelernt hatten. Es war jetzt nicht mehr, Mehl sondern Farinha, dass wir benutzten, da es grobkorniger ist. Und siehe da, neues Resultat: ca 8 fertige Balle, nur noch 12 weissliche Kinder und schon einige die ihre ersten Versuch mit dem Jonglieren gemacht haben.
Morgen wird es dann endlich weiter gehen, da wir hier ein verlangertes Wochenende hatten, Freitag und Montag waren Feiertag. Quase kleine Ferien, war auch mal sehr schon, zum ausspannen. Ich habe zwar nichts besonderes gemacht, ausser relaxen, shopping, einer Party, aber das ist auch mal schon. Gestern war ich noch an einem wunderschonem Strand, 80 km von hier, Praia dos Padres, traumhaft!!
Liebe Grusse an alle!




